Privatissimo Programm 2020


1. Eine wahre Geschichte...
Willi Wottreng, Freitagabend 24. Januar 2020

Der Schriftsteller Willi Wottreng, unser Gast erstmals im letzten Jahr, gehört zu jenen Menschen, die das untrügliche Gespür für einzigartige, aussergewöhnliche und manchmal auch absonderliche Menschenschicksale haben. Oft sind es benachteiligt behandelte Menschen, die in seinen Büchern und seinem Leben Gehör finden – Ungerechtigkeiten prangert er an und zieht sie ans Tageslicht. So faszinierte ihn das Leben und die Geschichte des Indianers Deskaheh, der 1923 als Vertreter der Irokesenstämme den Weg an den Genfersee fand, um in der freiheitsliebenden Schweiz für die Selbstbestimmung seines Volkes zu werben und Unterstützung des Völkerbundes zu erreichen. Was er in seinen intensiven Recherchen entdeckte, wir erfahren es an seiner Lesung!

2. Von unerwiderter Liebe, Treuebruch und endlich einem Happy-End!
Première im Rigiblick am Sonntag, 2. Februar 2020

Wer möchte nicht einmal mehr und Persönliches über seinen Lieblingsschriftsteller hören und erfahren, was seine Familie ihm bedeutete und wer zu seinen Freunden (und Freundinnen!) zählte? Der Enkel Silver Hesse erinnert sich und stellt sich den Fragen von Schauspieler Helmut Vogel, der auch aus wenig bekannten Prosatexten von Hermann Hesse vorliest.

3. Mein Grossvater - Hermann Hesse!
Donnerstag, 12. März 2020 abends

Wer möchte nicht einmal mehr und Persönliches über seinen Lieblingsschriftsteller hören und erfahren, was seine Familie ihm bedeutete und wer zu seinen Freunden (und Freundinnen!) zählte? Der Enkel Silver Hesse erinnert sich und stellt sich den Fragen von Schauspieler Helmut Vogel, der auch aus wenig bekannten Prosatexten von Hermann Hesse vorliest.

4. De Luxe – im Appenzellerland!
Nachmittagsausflug, Freitag, 24. April 2020

Eine Muschelkalk-Grotte und eine Forscherin – sie haben sich gefunden! Unweit von Zürich, wo schon die Römer Steine für das nahe Vindonissa schlugen, befindet sich eine aussergewöhnliche Grotte in einer mächtigen Sandsteinlage.
1892 geboren, wurde die Tochter eines armen aargauischen Handwebers schon früh als Heilerin und Seherin angesehen. Als 1941 ein an Kinderlähmung unheilbar erkranktes Kind auf ihr Geheiss hin mit Umschlägen aus Muschelsandstein aus diesem Steinbruch behandelt wurde und – genas, wurde die Grotte zum Pilgerort! Erst kürzlich verstarb jener geheilte Knabe, der sein Leben später dieser rätselhaften Forscherin und Naturheilpraktikerin gewidmet hatte.
Ihre eigenartigen meditativen Bilder wurden vor Jahren gemeinsam mit Werken von Beuys und Rudolf Steiner im Zürcher Kunsthaus ausgestellt. Dazu meinte sie: Mein Bildwerk ist für das 21. Jahrhundert bestimmt“...

5. Von Klöstern und Kapellen, „5 onerzogenen kinderen im Schloss“ bis zum hölzernen Himmel
Sonntag, 10. Mai 2020 Ganztagesausflug

Unser Sonntags-Ausflug führt zu einer kleinen Flussinsel mit reicher Geschichte – ein Geschenk von Kaiser Otto I. ans junge Kloster Einsiedeln im 10. Jahrhundert – und der Erinnerung an den Verbannungsort des ersten Abtes des Klosters St. Gallen, dem Heiligen Othmar.

Ganz in der Nähe, mit grandiosem Ausblick auf Insel und Rhein, wurde im 14. Jahrhundert ein prächtiges Schloss mit Barockgarten erbaut. Seit bald 400 Jahren gehören auch Schloss, Rebberg und Gutshof zum Besitz des Klosters Einsiedeln. Zur Mittagszeit freuen wir uns, dass die Verpflichtung für den Orden in der Benediktsregel (Kap.53/9) „ ...man bewirte den Gast sehr freundlich!“ auch nach Jahrhunderten noch immer Gültigkeit hat!

Fast von Kloster zu Kloster geht unsere Reise – hin zum hölzernen Himmel! Wo vor vielen Jahren tibetanische Flüchtlinge ihr ganz eigenes Kloster aufbauen durften, haben auch die unterschiedlichsten Figuren in Holz eine Heimat gefunden. Bis ins Mittelalter und früher lässt sich die Kunst verfolgen, mit Marionetten und Holzpuppen Geschichten zu erzählen. Mit Raffinesse missbrauchte man leider in Kriegszeiten dieses kunstvolle Spiel auch, um Menschen politisch zu beeinflussen. Grosses handwerkliches Können, Einfühlungsvermögen, viel Liebe und eine Prise Magie stecken in Herstellung und Spiel.

6. „Die schöne Bettlerin und der prachtvolle Lump“
Freitag bis Sonntag 12. bis 14. Juni 2020

Zwischen Lyon und Genf liess Margarethe von Oesterreich, deren Mutter einzige Tochter von Karl dem Kühnen war und unendlich reich, eine herrliche Kirche und ein prachtvolles Kloster erbauen und erfüllte damit ein Gelübde ihrer verstorbenen Schwiegermutter. Die besten Baumeister und Bildhauer wurden engagiert, verpflichtend für eine Herrscherin von europäischem Rang. Ein wahres Königskloster mit Kirche, Kloster und Grablege entstand! Noch vor der Fertigstellung 1532 verstarb Margarethe. Entgegen der Tradition des Hauses Savoyen wurde Margarethes geliebter und jung verstorbener Gatte Philibert I., genannt der Schöne, in Margarethes Prunkanlage und nicht in der Familiengrablege der einsam am Lac du Bourget gelegenen Benediktinerabtei aus dem 12. Jahrhundert, bestattet.

7. „Im Namen der Rose...“
SSonntag, 12. Juli 2020

Unweit der Grenze, mitten im Naturpark des Schwarzwaldes auf einer sonnigen Terrasse gelegen, hat sich ein ganzes Dorf für eine volle Woche dem Thema Rosen verschrieben! Düfte, Sortenvielfalt, Musik und Kulinarik, aber auch Traditionen und Geschichten kommen zum Zug und erfreuen all unsere Sinne!

8. Im Herzen der Schweiz
Sonntag, 30. August 2020 - Nachmittagsausflug

Das Alte Land Schwyz ist reich an einmalig schönen Patrizierhäusern aus der Zeit zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert. In den Stuben und Lauben, vor allem aber in den grandiosen Festräumen entdeckt man Handwerkskunst vom Feinsten – Intarsien, Fresken und Malereien - die an rauschende Feste erinnern und Wohlhabenheit und Erfolg demonstrieren sollten! Der reiche Schatz an unheimlichen Sagen, das Wissen um böse und gute Geister, wurde durch viele Generationen hindurch zusammen getragen und nun auch uns weiter gegeben.

9. September 1519 – Pest in Zürich!
Samstag, 15. August 2020, Kloster Fischingen, Freilichtspiel, Nachmittags-/ Abendausflug

Wer kennt schon den Namen Anna Reinhart... und doch ist diese junge Frau, mit 16 Jahren fast noch ein Mädchen, als sie mit dem vornehmen Junker Hans Meyer von Knonau verheiratet wurde, eine wichtige Person in der Geschichte Zürichs. Nach kurzer Ehe schon Witwe mit 3 unmündigen Kindern, war sie es, die den aus Einsiedeln zugezogenen und am Grossmünster in Zürich tätigen Ulrich Zwingli wochenlang pflegte – trotz ansteckender Krankheit! Innert Monaten dezimierte sich damals die Bevölkerung der Stadt um ein Drittel. Nach einer Zeit in wilder Ehe (sicherlich vor allem für Anna Reinhart nicht immer einfach!) wurde im darauf folgenden Frühling und sobald die Kirchenobrigkeit dies bewilligte, geheiratet. Vier gemeinsame Kinder, dazu die angeheirateten, tummelten sich in der Helferei. Zwinglis Kommentar über das Familienleben: „Nüt ist köstlicher dann d’Lieby“ 1531 in der Schlacht von Kappel am Albis verlor Anna Reinhart nicht nur ihren Mann, sondern auch ihren Sohn, Bruder und Schwiegersohn.

10. Basel ... grün, musikalisch, historisch
Freitag/ Samstag 11./ 12. September 2020 (ev. Sonntag)

Unser spannender (Vorfasnachts-) Besuch in Basel im März 19 hat ganz nebenbei gezeigt, dass diese Stadt nicht nur aus diesen „drey scheenschte Dääg“ im Jahr besteht, sondern mit derart vielfältigen Facetten prunken kann, dass es sich ein Besuch direkt aufdrängt, um wenigstens etwas aus diesem unermesslichen Reichtum an Natur und Kultur besser kennen zu lernen und zu entdecken! Unser Programm: Ein besonderes Konzert, vertrauliche Einblicke in Unbekanntes in Häusern und Kirchen, lustvolles Durchwandern von grünen Paradiesen, auf fliessendem Wasser speisen... Unsere Begleiter lieben ihre Stadt und freuen sich auf neugierige Gäste!

11. Daniel Schnyder & friends
Freitag, 9. Oktober 2020 abends

Der charismatische Saxaphonist Daniel Schnyder, als Schweizer seit vielen Jahren in New York lebend, enger Freund unseres kürzlich verstorbenen Cellisten Daniel Pezzotti, gibt sich die die Ehre, wieder einmal für uns zu musizieren. Sein Repertoire ist gross, viele Eigenkompositionen gehören dazu – von Jazz bis Klassik ist sein Spiel immer grandios und eigenwillig.

12. Persönliche Schätze
November 2020

Es sieht fast aus, als ob unser Gastgeber in der ganzen Schweiz Künstlerfreunde hätte, derart unterschiedlich, aber immer einmalig sind die Bilder und Skulpturen, die er nicht nur bewundert, sondern auch breit sammelt! Vieles davon kann jedermann öffentlich betrachten – wir freuen uns deshalb ganz besonders, seine ganz persönliche Auswahl in seiner Führung zu besuchen.

13. Vorausschauendes Disponieren ...
Dezember 2020

Ein faszinierender Neubau am Heimplatz entsteht – in den ersten Monaten 2021 ist die Eröffnung unseres neuen Kunsthauses geplant! Wenn Sie zu den ersten Besuchern gehören möchten, melden Sie sich – spannende Veranstaltungen sind in Arbeit.

> Jahresprogramm 2020 und Anmeldung (PDF)

 
 

 
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