Privatissimo Programm 2016


1. Von Schabmadonnen und Pünteli
Landesmuseum, Freitag, 19. Januar 2018, abends

Am selben Ort, wo im 9. Jahrhundert Eremit Meinrads Klause stand, befindet sich heute in der grossartigen Einsiedler Klosterkirche die Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna. Seit Jahrhunderten ist sie Ziel unzähliger Pilger, die ihr Sorgen und Nöte anvertrauen wollen und auf Hilfe und Heilung hoffen. 1000 Jahre Geschichte der Zeit und Geschichte des bis heute lebendigen Benediktinerklosters im Finsteren Wald, werden in einer einzigartigen Schau im Landesmuseum zusammengefasst. Prächtige und auch kuriose Zeugnisse verlassen die Klostermauern zum ersten Mal.

2. Die Dame von Loge 13
Mittwoch, 31. Januar 2018, abends

1928 – man kannte erst den Stummfilm – mussten Gestik, Mimik und Musik ausdrücken, was die Geschichte auf der Leinwand erzählen wollte. Armin Brunners Neuvertonung, zusammengestellt aus Musik von Janacek, Kreisler, Mahler, Puccini und Rachmaninow, wird den Film durch das Sinfonia Ensemble von Christof Escher live begleiten. In der Rolle der verführerischen Geheimagentin: Die„göttliche“ Greta Garbo!

3. Alles hat ein Ende – auch die Wurst ...
Tagesausflug, Samstag, 3. Februar 2018

1918 – Bis es soweit ist, wollen wir eine kleine Reise unternehmen, ein reizendes Städtchen am Bielersee besuchen und die Spezialität aller Rebleute kennenlernen und geniessen! Die wohl raffinierteste Methode, eine Wurst zu servieren, entdeckte man ganz zufällig im Jahre 1870 – Würste auf Trester gegart ...

4. Frisch gewagt, ist halb gewonnen!
Mittwoch, 7. Februar 2018, abends (Wiederholung im Herbst 2018)

Wie jedes Jahr möchten wir einer kleinen Runde Interessierter Wissenswertes über die verschiedenen Möglichkeiten und Knüpftechniken von Tüchern aller Art und unterschiedlicher Materialien verraten und gemeinsam üben, damit etwas vom Variantenreichtum haften bleibt.

5. Die Faszination der Sinne
Dienstag, 6. März 2018, abends

Der Geruch von frischem Lavendel – der Geschmack einer bitteren Grapefruit – das Prickeln von kühlem Proseccco ... Durch unsere vielseitigen Sinneswahrnehmungen findet stetig eine Interaktion zwischen unserer individuellen Empfindung und unserer Umwelt statt. Diese Wahrnehmungen werden in der Marktforschung, der Produktentwicklung und der Qualitätssicherung genutzt um Lebensmittelprodukte zu beurteilen. Ein spannender informativer Workshop mit diversen degustativen Anwendungsbeispielen erwartet uns!

6. Hallo SRF
Abendveranstaltung, Freitag, 23. März 2018

Auch wir möchten hinter die Kulissen gucken und sehen, wie etwas entsteht, womit gearbeitet wird, wer zusammenstellt und wie. Beim anschliessenden Umtrunk können wir prominent diskutieren – wir sind gespannt auf unseren Gastgeber.

7. Kraftorte
Tagesausflug, Samstag 21. April 2018

Von Kelten, Römern, vom Basler Konzil und Napoleons zerstörenden Truppen erzählt die Geschichte dieser Landschaft. Das Wahrzeichen der Stadt - das 1000jährige Münster werden wir durch die kundigen Augen unseres Führers kennen lernen - die Gründung einer Universität bereits um 1460, erfolgreiche Seidenfabrikation in der Reformation und schlussendlich weltweit tätige Pharmakonzerne, zeichnen diese Stadt am Rhein aus. Ganz nah indessen, völlig der Natur verbunden, versucht sich der Zeitgeist des 18. Jahrhunderts in einem der ersten Landschaftsgärten auszudrücken. Ein verträumtes Tälchen wird 1785 zur Oase der Stille und des Rückzugs umgestaltet - hier soll den Menschen die Idee von Freiheit und Unverdorbenheit erlebbar gemacht werden.

8. Was geschieht mit den „Geschichten“ unserer Vergangenheit?
Donnerstag, 26. April 2018, Spätnachmittag

Unsere Führung im Staatsarchiv vergangenes Jahr stiess auf derart grosses Interesse, dass wir einem weiteren Publikum die Gelegenheit eines Einblicks in die Sammlung, in Dokumente, Gerichtsurteile oder Kartenmaterial aus dem Mittelalter geben möchten. Fragen zur Gründung der Fraumünsterabtei, Fälschungen oder ganz einfach das Wissen um eine sorgfältige Archivierung können auf unserem Rundgang beantwortet werden.

9. Der grüne Daumen
Tagesausflug, Samstag, 26. Mai 2018

Unsere Gartenvielfalt ist beeindruckend, das Verweilen darin pures Vergnügen! Der Aargau mit seinen unzähligen Schlössern erwartet uns mit liebevoll gestalteten privaten Gärten, von Rabatten gesäumten imponierenden Baumriesen und endlich auch mit einem Heilkräuter-Garten nach Hildegard von Bingen!

10. Ein klingendes Lebenswerk?
Mai/Juni 2018

Unser Künstler Tullio Zovanello hat tiefgründige Erinnerungen an den Gotthard-Basistunnel. Eine monumentale Arbeit soll für das Museum in der Alpenfestung aus dem 2. Weltkrieg entstehen. Intensive Vorarbeiten wurden teilweise während den Tunnel-Sprengungen gemacht. Mit etwas Glück haben wir vielleicht die Möglichkeit, sein ungewöhnliches und klingendes Mammutwerk zu besichtigen.

11. Sommerlust in des Bischofs Zelle
Sonntag, 24. Juni 2018, Tagesausflug

Im 12. und 13. Jahrhundert entstanden in der Schweiz unzählige kleine und kleinste Städtchen, häufig mit Marktrecht, manchmal bereits befestigt und mit Kirchen oder prächtigen Verwaltungs- oder Bischofssitzen reich ausgestattet. Reizend zu durchwandern, leidet der Handel in diesen schönen Orten häufig an fehlendem Publikum. Zu wenig attraktiv für Touristen, braucht es aber oft nur eine einzige zündende Idee zum Erfolg ... Immer Ende Juni zur besten Rosenblühtezeit, widmen sich Städtchen, Vereine und Geschäfte in allen möglichen Varianten dem Rosenthema. Wir bewundern nicht nur die intakte Altstadt, sondern begutachten und bewundern auch die 1000 Ideen rund um die Rose! Neben Kapelle und Schloss im nahen Dörfchen beschliessen wir den Tag im gemütlichen Bauerngarten bei Kaffee und Kuchen!

12. Gegensätze – Lebensmuster
Samstag/Sonntag, 7./8. Juli 2018

Wir werden in eine Lebensform hineingeboren, richten uns darin ein, erfahren Schönes und Trauriges und entdecken – manchmal erst spät im Leben – die Kostbarkeit und Schönheit selbstverständlich gelebter Traditionen. In den bündnerischen Tälern zu wichtigen Uebergängen nach Italien, entstanden sehr früh mehrere hochkarätige Kirchenbauten. Hier können wir einzigartige Fresken und Bildmalereien entdecken und wie einst die Wallfahrer, um den Reisesegen bitten. Zahlreiche Menschen einer heute endlich anerkannten nationalen Minderheit, stammen aus diesen abgelegenen Tälern. In uns unbekannte, fremde Kulturen und Lebensweisen – häufig nahezu unbemerkt gelebt mitten in unserer Gesellschaft – Einblick zu erhalten, erweitert unser Verständnis und macht unser Leben reicher – kennenlernen heisst verstehen lernen. Kostbares Handwerksbrauchtum wurde in diesen Familien von Generation zu Generation weitergetragen, verfeinert und ständig neuen Notwendigkeiten angepasst um überleben zu können. Gemeinsam möchten wir das fröhliche Zusammensein am Feuer beim Marktgeschehen ganz besonderer Art erleben

13. Wir gehen fremd …
Sonntag, 19. August 2018, später Nachmittag

Man möge uns verzeihen, dass wir über die Grenze fahren, aber so ein edler Tropfen mitten in den Rebbergen genossen, umrahmt von barocker Musik, ist sicher nicht alltäglich und ein perfektes Sonntagsnachmittags-Vergnügen und Rahmen und Ruhepool für Leib und Seele!

14. Auf dem Weg zu Freunden
Samstag/Sonntag, 15./16. September 2018

Das Ziel unserer Reise ist ein etwas ungewöhnlicher Besuch in München. Roeckl, gegründet 1839, jene Firma und Familie, die die Handschuhtradition an der Augustinergasse – unser Standort bis Ende 2017 – auf ihre Art weiterführen wird, lässt uns die von uns so gern besuchte Stadt München mit den Augen von Einheimischen erleben. Auch für München-Kenner ein Abenteuer! Die lieblichen Gegenden im Allgäu das wir vorab durchkreuzen, ist durchsetzt mit freundlichen Seen, umrahmt von grossartigen Königs-Schlössern, unzähligen Barockkirchen und Klöstern und natürlich werden wir im Pfaffenwinkel „die schönste Dorfkirche der Welt“ bewundern können.

15. Verstecktes Juwel
Samstag, 29. September 2018, Tagesausflug

„Dass ein solches Haus aus der Mitte des 15. Jahrhunderts praktisch vollständig erhalten geblieben ist, ist sensationell“ meinte der kantonale Denkmalpfleger zu Recht. Noch bewohnt bis vor wenigen Jahren, befindet es sich heute in schlechtestem Zustand - doppelt spannend also, diesen Ur-Zustand v o r einer Renovation zu besichtigen! Kaum zu glauben, dass dieses mit so kostbaren Malereien und Schnitzereien versehene Haus mitten im Dorf – damals vermutlich wohlhabenden Herrschaften gehörend – einst direkt am See lag. Diese Gegend am oberen Zürichsee damals an einer wichtigen „Reichsstrasse“gelegen, kann mit den abenteuerlichsten Geschichten von Linthfuhren, Reckern und Schiffmeistern der Linthschifffahrt, von Malaria, und wilden Schlachten einer längst vergangenen Zeit aufwarten. Bevor wir uns gänzlich vom Marchgebiet verabschieden, freuen wir uns über die Einladung zweier Gartenbesitzer und die so gegensätzlichen Möglichkeiten einen Garten zu gestalten!

16. Handwerk hat goldenen Boden – made in Switzerland
Samstag, 7. Oktober 2018, Tagesausflug

Oh nein, langweilig und fantasielos ist unsere kleine Schweiz nicht! Wer die Vielfalt an Ideen an der Authentica kennenlernt, der staunt nicht schlecht. 1000 tolle Ideen aus Küche, Keller und Atelier, alle mit Leidenschaft verfolgt – nicht aus Gewinngründen – einfach, weil keine Allerweltsware Platz hat! Mit Emotionen und grossem fachlichem Wissen hergestellt, suchen die verschiedensten Hersteller jeglichen Alters nach Perfektion in Geschmack, Design und Verarbeitung.

17. „es bitzeli stinke muess es ...“
Samstag, 28. Oktober 2018 – Nachmittagsausflug

Gestohlener Werbespruch, ich weiss... doch passt er so schön zu unserem Besuch in der innersten Innerschweiz! Einst von Aelplern und Sennen zur besseren Bekanntheit und sicherer Abnehmerschaft ihrer selbst hergestellten so unterschiedlichen Käsespezialitäten eingerichtet, ist der Muotitaler Alpchäsmärcht eine feste und bereits liebgewordene Tradition geworden. Und weil auch die Wetterpropheten aus diesem eigenwilligen Muotathal stammen, möchten wir sie gleichzeitig doch einmal persönlich kennenlernen.

18. Wer die Vergangenheit nicht kennt, hat es schwer, die Gegenwart zu bewältigen und sich auf die Zukunft einzustellen.
Dienstag, 6. November 2018, abends

Mittelalterliche Schriftstücke, kunstvoll angefertigte Hochzeitsverträge, reich illustrierte Schriftrollen, illuminierte Handschriften und wertvolle Drucke – all dies hat unser Sammler in reicher Fülle in über drei Jahrzehnten zusammengetragen. Eine spektakuläre Sammlung hebräischer Handschriften entstand. Nach grossartigen Ausstellungen in New York, Jerusalem, Berlin und auch im Landesmuseum Zürich, dürfen wir unter kundiger Führung einen geheimen Blick auf die Kostbarkeiten werfen.

19. Sie wissen nicht, was Suonen sind?
Freitag, 23. November 2018, abends

Gemeinsam wollen wir es erfahren und erhören! Wie Blutadern einen menschlichen Körper, so durchziehen auf einer Länge von knapp 2000 km heute noch die Wasserleiten, Wasserfuhren oder eben Suonen, das Land. Vor über 900 bis 1000 Jahren sind sie aus der Not entstanden, zu wenig Wasser – oder aber Wasser am falschen Ort – zur Verfügung zu haben um die Walliser Natur- und Kulturlandschaft zu nähren. Aus Holz und Steinen nach althergebrachter Technik hergestellt, sind Suonen eigentliche Meisterwerke des menschlichen Könnens. Die vier Walliserinnen des Flötenquartetts „Tétraflûtes“ versuchen alte Traditionen und den Mythos einer Suone in Klangwelten festzuhalten.

20. Vorschau 2019 - Fêtes des Vignerons 2019
Samstag/Sonntag, 10./11. August 2019
(sehr beschränkte Teilnehmerzahl, *bereits res.)

Mit einem unscheinbaren Umzug vor der jeweiligen Generalversammlung der Winzerbruderschaften begann im 17. Jahrhundert einst die Geschichte des heutigen „Fêtes des Vignerons“. Damals nannte sie sich noch „Abbaye de l’agriculture, dite de St. Urbain“. Bereits im 18. Jahrhunderts kamen Sängerinnen, Sänger und Musikanten und schliesslich die drollige Figur eines auf einem Fass sitzenden Bacchus hinzu. Gegen 1770 benützte man das Fest schliesslich, um Weinbauarbeiter zu belohnen und einen Sieger zu krönen. Der immense Zustrom an Schaulustigen führte erstmals dazu, Eintrittsgeld zu den Feierlichkeiten zu erheben. Neue Ornamente, aufgeteilt in vier Jahreszeiten und der Mitwirkung der Gottheiten Palas, Bacchus und Ceres, sowie das Lied des „Ranz des vaches“, eine altüberlieferte Hymne, die die engen wirtschaftlichen und sozialen Bindungen zwischen Winzern vom Genferseegebiet und Bauern aus der Freiburger Veveyse festigte, kamen hinzu. Nur alle 25 Jahre findet das Fest statt und jedermann will dabei sein. Billette und Hotelzimmer* werden jeweils gestürmt, deshalb die frühe Anmeldung!

> Das ganze Jahresprogramm 2018 (PDF)

> Anmeldung (PDF)

 
 

 
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