Privatissimo Programm 2016


1. „Oft kann man aus ungleichen Dingen
ein schönes Werk zusammenbringen“ (Gottfried Keller)
Donnerstag, 28. Januar 2016, abends

Passend zum exklusiven Zunfttuch aus kostbarer Seide, wollen wir nicht nur miteinander die Kunst des Knüpfens üben, sondern vorab einen Besuch dort machen, wo Zürichs Ratsherren bereits im 13. Jahrhundert tagten und wo man 100 Jahre später jenes Gebäude baute, das noch heute mit prachtvollen Oefen, kunstvollen Stuckdecken, kostbarsten Standesscheiben und einem museumsreifen Wandteppich prunken kann!

2. 9. März 1522 –
„Vom Erkiesen und Fryheit der Spysen“
Dienstag, 9. Februar 2015, mittags

Die Zeit vor der Reformation erhitzte viele Gemüter. Das Thema Fastenbrechen und das vorösterliche Fasten war dann auch Thema der am Gründonnerstag gedruckten Predigt von Zwingli. Ganz bewusst servierte der Drucker Christoph Froschauer seinen Gesellen entgegen dem Fastengebot Würste – der Schübligziischitg war geboren!
Der alte, fast vergessene Brauch, lebte vor wenigen Jahren im Zürcher Oberland wieder auf – beste Gelegenheit also für uns, eigens für diesen Tag hergestellte und längst vergessende Wurst-Spezialitäten in ländlicher Umgebung gemeinsam zu geniessen.

3. L u b i t s c h und seine Stummfilme
Samstag, 5. März 2016, abends

1918 – Noch immer herrschte Krieg – die Menschen lebten in einer finsteren Zeit. Der junge Regisseur Ernst Lubitsch griff – wie Bizet bei seiner Oper Carmen – auf die Novelle von Prosper Mérimée zurück und machte damit die verführerische und exotische Schauspielerin Pola Negri zum ersten Hollywood-Star!
Was den Abend so eindrücklich macht? Ein grosses Live-Orchester begleitet in alter Stummfilm-Manier die geniale Vertonung von Armin Brunner.

4. Nicht immer nur Rosen ...
Sonntag, 8. Mai 2016, Tagesausflug

Gärten erzählen und verraten viel von ihren Besitzern – eigenwillig, wild, streng geordnet? Ist es vielleicht auch deshalb so spannend, einen Blick über den Zaun zu werfen?
Unsere Reise führt uns vorbei am imposanten neugotischen Kapuzinerinnen-Kloster, Richtung Bodensee, von Pfingstrosen zur einstigen Bleibe von Louise Herzogin von Bourbon-Parma und der von ihr in Auftrag gegebenen meisterhaft inszenierten, im englischen Stil angelegten Parkanlage rund um das prächtige Schloss aus dem 16. Jahrhundert!.

5. Memorial M u r i – 1841
Samstag, 11. Juni 2016, Tagesausflug

Wer das Kloster Muri kennt, erinnert sich an wunderschöne Konzerte, ein barockes Ambiente in der Klosterkirche, vielleicht auch an die Grablege der Habsburger ... doch: Wer sich auch nur ein bisschen für die Geschichte der Schweiz interessiert, kommt nicht um die schmerzliche Tatsache der Aufhebung zahlreicher Klöster im Aargau 1841 herum.
175 Jahre schieben sich zwischen jenen eisigen 14. Januar im strengen Winter 1841 und den Befehl der Regierung an die Benediktinermönche, innert 48 Stunden und nur mit der persönlichen Fahrhabe versehen, das Kloster Muri zu verlassen, wohin auch immer! Bereits am 20. Januar wurde das Kloster zum Staatsgut erklärt und versiegelt.
Die Erinnerung lebt – ein prächtiges Museum, ein mit Kostbarkeiten ausgestattetes Haus am Pilgerweg, das Sommerschloss der Aebte neben der St. Wendelins-Kapelle auf der Alp, ein grossartiges Konzert in der abendlichen Klosterkirche und wunderbare Begleiter durch den Tag, machen die Geschichte lebendig und nachvollziehbar.

6. Slow down!
Vom 2. – 5. August 2016,
Schnupper-Seminar bei Wellis am Kreuzplatz

Ausprobiert und für gut befunden – unsere Patch/Quilt-Demonstrantin im Schaufenster vergangenen Juli – engagierte Mutter und viel beschäftigte Geschäftsfrau – kann aus eigener Erfahrung sagen, dass kreatives Tun schnell hilft, sein Gleichgewicht zu finden und zur Ruhe zu kommen.
Ob Anfänger oder Fortgeschrittene, in kleiner Gruppe zeigt Ihnen unsere Fachfrau verschiedene Techniken, mit Material und Arbeitsweisen.

7. Der grüne Daumen ...
Samstag, 25. Juni 2016, Tagesausflug

Die Gartenbesuche im letzten Jahr fanden ein derart grosses Echo, dass ich beschlossen habe, auch 2016 um Einlass zu bitten in kleine oder grosse, fast immer aber ganz private Paradiese. Rund um den Zugersee gibt es sie – versteckt und unzugänglich oder liebevoll umhegt um älteste Bausubstanz und einzigartige Herrensitze.

8. Als die Bilder noch nicht laufen konnten – das Kino des Mittelalters !
Donnerstag, 15. September 2016, Tagesausflug

Nicht einfach zu entschlüsseln und nahezu vergessen ist die Symbolsprache der christlichen Kunst. Wir haben Glück, begleitet uns doch ein besonders kundiger Führer, Franziskaner und Theologieprofessor, zu den grössten Kostbarkeiten der Waltensburger- und Rhäzünser-Meister.
Leib und Seele gehören zusammen – diesem Anspruch tragen wir Sorge und nehmen die Einladung von Freunden gerne an, eine alte Bündnerspezialität kennen zu lernen und zu geniessen!

9. „Seine Majestät der Kaiser lässt protestieren ...“
28. – 30. Oktober 2016 (Anmeldung sofort erforderlich – beschränkte Teilnehmerzahl)

Kaiser Ferdinand von Oesterreich, dessen Vorfahren Ita und Graf Radbot von Habsburg im Jahr 1027 das Kloster Muri im heutigen Aargau gestiftet hatten, schickte einen geharnischten Protest an die aargauische Regierung, als er 1841 von der Vertreibung der Mönche in Muri erfuhr. Nach vielen vergeblichen Versuchen, den Mönchen die alte Heimat zu erhalten, kümmerte er sich persönlich um eine neue Bleibe in Oesterreich. Auch hier gab es zahlreiche aufgehobene Klöster, so auch das einstige Augustinerchorherrenstift in Gries bei Bozen. Zwar waren die Anlagen der im 11. Jahrhundert errichteten Burg völlig verwahrlost und standen leer. Doch sollte es den Mönchen, die bis heute ihre Ansprüche auf das Kloster Muri nie aufgaben, eine neue Heimat werden. Der Abt blieb rechtmässiger Abt von Muri AG mit Sitz in Gries und das neue Kloster sollte fortan den Namen Muri-Gries tragen. 1845 schliesslich wurden die vertriebenen Mönche in einer prächtigen Prozession freudig von der Bozner Gemeinde empfangen.
Es freut uns sehr,dass Abt Benno uns persönlich empfangen und die Geschichte des mächtigen Klosters, die Ausrichtung und Tätigkeit der heutigen Benediktinergemeinschaft schildern will.
Prächtige Weinberge rund ums Kloster sind von grosser Wichtigkeit für das Kloster und die hier gehegte alte einheimische und lange vernachlässigte Lagrein- Rebe, ergibt einen hervorragenden Wein.
Unzählige Kostbarkeiten säumen unseren Weg durch alte Städte, Rebhänge und Kastanienwälder und natürlich widerstehen wir der Versuchung nicht immer, zu kosten, was Küche und Keller zu bieten haben....

10. Scharf oder mild ? Gesund oder krank machend ? Viel oder wenig ?
Donnerstag, 17. November 2016, abends

Gewürze? Auf die Dosis kommt es an, ob wir die verführerischen Düfte oder den Geschmack von Speisen angenehm oder ätzend finden. Ist es vielleicht nur Gewohnheit, dass wir ein Gericht oder einen Geruch besonders lieben, oder sind es Erinnerungen, die wir mit guten und schlechten Erlebnissen verbinden? Wir hören, erfahren und lernen von unserer Referentin, einer neugierigen Biologin, die uns gerne testen möchte!

11. Erinnerungen an einen „Hühnerhaut-Abend“ ...
Sonntag, 20. November 2016,
Kloster Einsiedeln, Grosser Saal, nachmittags

Ein verwunschener Garten im vergangenen Sommer, liebenswürdige und grosszügige Gastgeber, ein Haus am See aus dem Jahr 981 und Musik, die das Herz erwärmte, unsere Sinne verwirrte und uns in alle Welt entführte... Klezmerklänge! Wehmütige Erinnerungen an Volksmusik zurück bis ins 15. Jahrhundert vermischten sich über Jahrhunderte mit religiösen Traditionen und wurden von umherziehenden Volksgruppen aufgenommen, verfeinert, verfälscht, angepasst und weitergegeben bis hin in schweizerische Gefielde! Lange fast vergessen, fand diese Stilrichtung in den 70er.

> Das ganze Jahresprogramm 2016 mit Anmeldung als PDF

 
 

 
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